Erfahrungsbericht: Fernstudium in der Brand- und Sicherheitstechnik - Möglichkeiten für zukünftige Sicherheitsexperten

Erfahrungsbericht von fernstudieren.de Nutzern:

Profitieren Sie von den ausführlichen Erfahrungsberichten ehemaliger Fernstudenten. Exklusiv für fernstudieren.de berichten die Ehemaligen über Ihre Motivation und Ziele, den Weg durch das Fernstudium und was Sie abschließend mit dem Abschluss gemacht haben. Die Erfahrungen werden von uns ungeschönt und ohne Einschränkung veröffentlicht.
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Erfahrungsbericht von Frank, 33 Jahre alt:

Ich will Feuerwehrmann“ werden, dieser bekannte Spruch vom kleinen Drachen Grisu, kennt wohl jeder. Gleiches galt auch für mich, mittlerweile 32 Jahr alt, der nach seiner Ausbildung im Schreinerhandwerk mit 21 Jahren den Weg in den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst bei einer kleinen Berufsfeuerwehr in Deutschland, eingeschlagen hat. Nach der Feuerwehrausbildung und den ersten Jahren im Einsatzdienst kam schnell der Wunsch nach Veränderungen, nach „mehr“ auf. Doch so viele Möglichkeiten zu Veränderungen und Aufstieg gab es in meinem Wunsch-Berufsfeld aber nicht, vor allem nicht ohne ein Studium. Noch ein Studium mit 27 Jahren anfangen? Das war nur eine Frage die sich stellt, weiteren Fragen bezüglich den Kosten oder ob ich überhaupt die Voraussetzungen für das Studieren erfülle, kamen nach und nach hinzu. Die Antworten auf meine Fragen, lieferte mir weitgehend das Internet. Hierbei wurde ich recht schnell auf diverse Studienangebote im Brandschutz und der Sicherheitstechnik aufmerksam. Wobei ein Vollstudium aufgrund den Kosten und der fehlenden Zeit nicht infrage kam. Den, was keinesfalls möglich war, war die Aufgabe meines Berufes bei der Feuerwehr. Dieses konnte ich mir alleine schon aus finanziellen Gründen gar nicht leisten. Wenn ich also studieren möchte, blieb nur noch ein Fernstudium übrig. Das Angebot an Fernstudienangeboten im Fachbereich Brandschutz und Sicherheit ist aber relativ dürftig.

Eines der wenigen Fernstudienangebote, die mir direkt ins Auge gefallen ist, waren die der „TAS – Technische Akadamie Südwest an der Fachhochschule / Technische Universität Kaiserslautern„. Die Technische Akademie Südwest bietet zwei für mich interessante Studiengänge an, zum einen ein Fernstudiengang in der Sicherheitstechnik- Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz mit dem Abschluss „Dipl.-Sicherheitsingenieur (FH)“ und den Fernstudiengang „Brandschutz zum Master of Engineering„.
Ich musste natürlich nicht lange überlegen, was es sein sollte, nämlich der Fernstudiengang Vorbeugender Brandschutz.

Der Studiengang dauert zwischen 2 bis 2.5 Jahre (4 bis 5 Semester), je nachdem ob man ein zusätzliches Semester benötigt. In meinem Fall nutzte ich die Möglichkeit der Nutzung von diesem zusätzlichen Semester. Natürlich ist ein solches Fernstudium nicht kostenfrei, pro Semester sind 2600,00 Euro angefallen. Zusätzlich sind Kosten für das Studentenwerk, für Lehrmaterialien, aber auch Kosten für die Präsenzphasen angefallen. Hier vor allem Fahrtkosen und für die Übernachtung. Zusammengerechnet hat das Fernstudium Vorbeugender Brandschutz mich knapp um die 16.000 Euro gekostet. Natürlich gibt es hinsichtlich dem Fernstudiengang entsprechende Fördermaßnahmen zur Finanzierung, unter anderem mit dem Bafög. Aufgrund von meinem guten Verdienst bei der Berufsfeuerwehr, war ich aber auf keine Förderung bei der Finanzierung der Studienkosten angewiesen. Daher habe ich mich auch nicht näher mit den einzelnen Möglichkeiten der Förderung beschäftigt. Wobei es sicherlich diverse Möglichkeiten für mich gegeben hätte.

Bevor ich aber mit dem Fernstudiengang überhaupt anfangen konnte, stellte sich natürlich die Frage, kann ich überhaupt studieren, schließlich habe ich kein Abitur. Doch es gibt auch für Menschen wie mich, eine rechtliche Möglichkeit zu studieren. Die Rechtsgrundlage dafür lieferte das §§ 35 und 65 Hochschulgesetz, ich musste aber zusätzlich eine Eignungsprüfung ablegen. Nach der positiven Absolvierung der Eignungsprüfung stand dem Fernstudium nichts mehr im Weg.

Inhalte und Ablauf vom Fernstudium

Das Fernstudium Vorbeugender Brandschutz an der Technische Akademie Südwest ist sehr umfangreich und mit zusätzlichen Qualifikationen, wie:

  • Brandschutzbeauftragter
  • Fachplaner im Brandschutz
  • Gutachter im Brandschutz
  • Sachverständiger im Brandschutz

verbunden. Erlangt werden diese Qualifikationen im Rahmen von Zwischenabschlüssen. Am Abschluss vom Studium steht mit einer erfolgreichen Masterarbeit, der begehrte Titel vom Master of Engineering.
Inhaltlich beschäftigte sich der Fernstudiengang Vorbeugender Brandschutz unter anderem mit folgenden Themen:

  • Ingenieurmethoden im Brandschutz
  • Gefahrenabwehr
  • Rechtliche Grundlagen
  • Erstellung von Gutachten
  • Planung und Bewertung, Brandschutz im Bestand

und vieles mehr.
Während dem Fernstudiengang gibt es pro Semester zwei Präsenzwochen, die jeweils von Montag bis Samstag andauern. Während dem Studium kam es zu diversen Projektarbeiten sowie mündlichen und schriftlichen Prüfungen. Für die Erstellung der Masterarbeit hat man drei Monate Zeit, die man später dem Prüfungsausschuss im Rahmen einer mündlichen Prüfung vorstellen muss.

Besonders positiv während dem Fernstudium Vorbeugender Brandschutz, war die Betreuung und die Lernmöglichkeiten. Hier ist vor allem die Lernplattform OLAT zu nennen, auf die man sich jederzeit einloggen konnte. Neben der Lernplattform gab es mit den Dozenten auch die Möglichkeit, der Nutzung von Online-Sprechstunden. Die Online-Sprechstunde hatte hierbei auch die Möglichkeit von einer Videokonferenz, so konnte man sich wesentlich gezielter austauschen. Ein Austausch war aber auch über Foren, über einen Chat sowie per E-Mail möglich. Über Chat und E-Mail bestand auch die Möglichkeit, sich mit anderen Studenten vom Studiengang auszutauschen.

Während dem Fernstudium Vorbeugender Brandschutz

Die ersten Monate vom Fernstudium waren von Euphorie und Interesse getragen. Nach ca. einem halben Jahr, waren aber erste Ermüdungserscheinungen bei mir bemerkbar. Es war Zeit für eine Umstrukturierung, ständiges Lernen und Beruf, waren zu viel. Also beschränkte ich das lernen nur noch auf wenige Stunden unter der Woche in meiner Freizeit. Ansonsten nutzte ich zum Lernen meine Bereitschaftszeiten während der Arbeit. Während der Bereitschaftszeiten nutzte ich auch die Möglichkeit immer wieder mal bei den Kollegen vom Vorbeugenden Brandschutz vorbeizuschauen, um mich mit denen auszutauschen. Natürlich investierte ich deutlich mehr Zeit ins Lernen, wenn Prüfungen anstanden. Dies war teilweise auch notwendig, gerade bei so hochkomplexen Themen wie den Ingenieurmethoden im Brandschutz. Insgesamt machte das Fernstudium Vorbeugender Brandschutz durch die Umstellung der Lernzeiten, wieder wesentlich mehr Spaß.

Hat es sich gelohnt? Ja, natürlich!

Das Studium liegt jetzt zwei Jahre zurück, bis jetzt hat es sich in meinem Hauptberuf bei der Berufsfeuerwehr noch nicht bezahlt gemacht. Über kurz oder lang wird es aber wohl zu dem ersehnten Aufstieg kommen. Natürlich wäre mit diesem Studium jetzt auch die Tür offen, für einen Wechsel, zum Beispiel direkt in eine höhere Funktion bei einer anderen Feuerwehr. Um schon mal Berufserfahrung in dem vorher mir weitgehend unbekannten Feld vom vorbeugenden Brandschutz zu sammeln, arbeite ich von Zeit zu Zeit als freier Mitarbeiter in einem Brandschutzbüro bei einer Ingenieursgesellschaft.

Mein persönliches Fazit zum Fernstudiengang

Der Fernstudiengang Vorbeugender Brandschutz an der Technische Akademie Südwest war für mich persönlich, eine klasse Möglichkeit sich beruflich weiterzuentwickeln. Die Unterrichtsmethoden waren sehr gut, wobei die zwei Wochen Präsenzunterricht pro Semester, schon für Schwierigkeiten mit meinem Hauptberuf hinsichtlich der Dienstplangestaltung sorgten. Dies ist auch mein einziger Kritikpunkt an diesem Studiengang. Hier wäre mehr Flexibilität bzw. Streckung der Präsenzphasen notwendig, insgesamt würde dies den Studiengang auch wesentlich mehr auflockern. Die Lernmaterialien, insbesondere die virtuelle Kommunikation war sehr gut. Alles in allem, war der Fernstudiengang Vorbeugender Brandschutz sehr gut, ich kann ihn nur weiterempfehlen.


Alle Fernkurse im Überblick

  • Art: Fernhochschule
  • Präsenzstandort Präsenzstandort
    Hamburg
  • Online-Campus
  • Testphase
  • Abschluss: Prüfung wird insitutsintern abgehalten - weitere Informationen beim Anbieter & Umschulungsprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nürnberg nach den Besonderen Rechtsvorschriften vom 27.04.2006
  • Kosten: 1390€
  • Dauer: 10 Monate
  • ZFU-Nr.: 567109
  • Art: Fernhochschule
  • Präsenzstandort Präsenzstandort
    Hamburg
  • Online-Campus
  • Testphase
  • Abschluss: Prüfung wird insitutsintern abgehalten - weitere Informationen beim Anbieter & Umschulungsprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nürnberg nach den Besonderen Rechtsvorschriften vom 27.04.2006
  • Kosten: 1390€
  • Dauer: 10 Monate
  • ZFU-Nr.: 567009
  • Art: Fernhochschule
  • Präsenzstandort Präsenzstandort
    Darmstadt
  • Online-Campus
  • Testphase
  • Abschluss: Prüfung wird insitutsintern abgehalten - weitere Informationen beim Anbieter u. Umschulungsprüfung vor der Industrie- & Handelskammer Nürnberg (Industrie- und Handelskammer (IHK)) nach den Besonderen Rechtsvorschriften vom 27.04.06
  • Kosten: 1390€
  • Dauer: 10 Monate
  • ZFU-Nr.: 569509
  • Art: Fernschule
  • Präsenzstandort
  • Online-Campus
  • Testphase
  • Abschluss: Prüfung wird insitutsintern abgehalten - weitere Informationen beim Anbieter & Umschulungsprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nürnberg nach den Besonderen Rechtsvorschriften vom 27.04.2006
  • Kosten: 1200€
  • Dauer: 10 Monate
  • ZFU-Nr.: 560207
  • Art: Fernschule
  • Präsenzstandort Präsenzstandort
    München, Königs Wusterhausen, Erding
  • Online-Campus
  • Testphase
  • Abschluss: Prüfung zur Fortbildung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus
  • Kosten: 1350€
  • Dauer: 18 Monate
  • ZFU-Nr.: 562508

12 Kommentare “Fernstudium in der Brand- und Sicherheitstechnik”

  • Chris sagt:

    Hallo Frank,
    vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht.
    Ich interessiere mich sehr für diese Weiterbildung und hätte noch einige Fragen.
    Wäre es möglich mit dir in Kontakt zu kommen?!?
    Gruß
    Chris

  • Was wären denn genau Ihre Fragen?

  • Nikolas Haunert sagt:

    Hallo, kann jmnd. etwas zum Inhalt der Eignungsprüfung sagen? Viele Details nennt die TAS nicht dazu…

  • Markus sagt:

    Hallo,
    auch ich interessiere mich für die Weiterbildung. Ein Kontaktmöglichkeit zu Frank wäre echt super.

    Gruß, Markus

  • Toni Mayer sagt:

    Hallo Herr Schoer, toller Bericht. Ich habe mich nun auch angemeldet für das Wintersemester. Könnten Sie mit mir in Kontakt treten bezüglich div. Fragen??
    Vielen Dank im Vorraus.

  • Michael W. sagt:

    Hallo Frank, du schreibst in deinem Bericht:
    „Natürlich wäre mit diesem Studium jetzt auch die Tür offen, für einen Wechsel, zum Beispiel direkt in eine höhere Funktion bei einer anderen Feuerwehr.“
    Das ist aber leider falsch. Ich dachte auch, dass man mit dem Studium zum Dipl.-Sicherheits.-Ing (FH) in den gehobenen Dienst einsteigen könnte, das ist aber nicht so.

    Viele Grüße
    Michael

  • Michael W. sagt:

    Hallo,

    weshalb wurde meine Erfahrung nicht eingestellt, dass das Studium nicht für den höheren Dienst qualifiziert genauso wie das Studium zum Dipl.-Sicherheits.-Ing (FH) nicht für den gehobenen Dienst qualifiziert?

    Viele Grüße

    Michael

  • Lukas sagt:

    Hallo zusammen,
    gibt es hier auch Personen, die das Studium Sicherheitstechnik an der TAS Kaiserslautern absolviert haben oder es noch vorhaben?
    Ich habe mich für das kommende WS eingeschrieben. Bitte einfach mal melden, wenn jemand etwas dazu sagen kann.
    Besten Dank!

  • Michael W. sagt:

    Hallo Lukas,
    die Frage ist, was man mit dem Studium anfangen möchte und kann. Ich wollte in den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst damit einsteigen, auf Nachfrage bei mehreren BF´s in verschiedenen Bundesländern sagte man mir, dass diese Qualifikation alleine nicht ausreicht und mehrere Bewerber deshalb schon abgelehnt wurden. Die TAS hält sich bedeckt und weist darauf nur versteckt hin. Versaut hat es auch die Politik mit ihrem Hochschulgesetz für beruflich Qualifizierte. Ein weiterbildendes Masterstudium oder das Studium an der TAS zum Dipl.-Sicherheits.-Ing. (FH) ersetzt kein grundständiges Studium da auch der ECTS-Rahmen nicht erreicht werden kann in vier Semestern berufsbegleitend. Also rausgeschmissenes Geld. Nur mit dem Abschlussgrad Dipl.-Sicherheits.-Ing (FH) oder mit einem weiterbildenden Masterstudium darf man sich weder Ingenieur nennen, noch darf man Leistungen als Fachkraft für Arbeitssicherheit anbieten. So wurde es mir auch von der Ingenieurkammer erklärt.

    Gruß

    Michael

  • Annika sagt:

    Hallo, ich habe mich für den Masterstudiengang Vorbeugender Brandschutz im WS 2015/16 an der TAS beworben. Für die Aufnahme im Studiengang muss ich im August die Eignungsprüfung bestehen. Hat hier jemand Erfahrungen damit an der TAS gemacht und kann etwas mehr über die Inhalte mitteilen? Bzw. gibt es eine Möglichkeit dazu mehr von Frank zu erfahren? Gruß Annika

  • Chris sagt:

    Hallo,
    auch ich interessiere mich für den Studiengang. Gibt es die Möglichkeit das mir jemand hierzu noch ein paar Fragen beantwortet.
    Hilfreich wäre auch jemand der die Eignungsprüfung schon erfolgreich hinter sich gebracht hat.

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