Von welchen Instituten sollte ich Abstand nehmen – gibt’s „schlechte Institute“ – schwarze Schaafe

Es gibt alt eingesessene und ganz neue Fernlehrinstitute in Deutschland. Manche sind traditionell orientiert, andere modern ausgerichtet. Einige punkten mit breit gefächerter Auswahl, andere mit wenigen, dafür hoch spezialisierten Angeboten.

Generalisierte Wertungen wie „gut“ oder „schlecht“ können allein wegen der Fülle der Studienangebote an Fernhochschulen, Fernakademien, Fernuniversitäten und Co. nicht getroffen werden. Nichtsdestotrotz gibt es viele Qualitäts- und Auswahlkriterien, anhand derer Studierende entscheiden können, ob und in welchem Maß ein Fernlehrinstitut für sie hervorragend geeignet oder völlig ungeeignet ist.

Was sollte zur Entscheidungsfindung bedacht und geprüft werden?

Die Akkreditierung ist der erste und wichtigste Qualitätshinweis bei Fernlehrinstituten.
Bachelor- und Master-Studiengänge sowie alle neuen Lehrgänge und Fernstudien werden vom deutschen Akkreditierungsrat bzw. anerkannten Akkreditierungsagenturen geprüft. Bestenfalls erfolgt die staatliche Anerkennung, die Voraussetzung zum Erwerb eines akademischen Grades am entsprechenden Institut ist.

Prüfungskriterien sind u. a.:

  • Abstimmung der Module (Sinnhaftigkeit, Individualisierungsoptionen etc.)
  • Qualifikation von Dozenten, Autoren etc.
  • Praxisnähe

Ebenfalls für die Qualität einer Fernhochschule sprechen:

  • die staatliche Anerkennung durch das Kultus- oder Bildungsministerium
  • ein Qualitätssiegel der AQAS e. V. (Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen) oder FIBAA (Foundation for International Business Administration Accreditation)

Fernlehrgänge mit nicht öffentlich-rechtlicher Organisation müssen dem Gesetz zum Schutz der Teilnehmer am Fernunterricht (FernUSG) entsprechen.

Persönliche Entscheidungs- und Ausschlusskriterien

Individuelle Ansprüche, Wünsche und Bedarfe des künftigen Fernstudenten sind wichtige Auswahlkriterien. Dabei geht es etwa um

  • Standort (Nähe, Umgebung, Atmosphäre, Architektur …)
  • Besonderheiten des Fernlehrinstituts (z. B. experimentelles Golflabor, herausragende Forschungserfolge, Angebote zur Hochbegabtenförderung, fremdsprachlicher Unterricht)
  • Vorgeschriebene Präsenzphasen/-veranstaltungen
  • Persönliche Voraussetzungen und Zielsetzungen (Vorausbildung, Traumberuf etc.)
  • Studiendauer, -organisation und -ablauf
  • Preise, Rabatte und Kostentransparenz
  • Förderfähigkeit bzw. Eignung für eine bewilligte Bildungsmaßnahme

Externe Informationen (Erfahrungen, Reportagen, Vergleiche) helfen, eine Fernhochschule so objektiv wie möglich zu bewerten. Zur Vertiefung des subjektiven Eindrucks reicht die Internetpräsenz meist nicht; hier gilt die alte Regel: anrufen, vorbeikommen, Hände schütteln, Rundgang machen, einen Kaffee/Tee trinken und nach Test- und Schnupperangeboten fragen.

AUTOR

Johannes Böhse

Hallo - mein Name ist Johannes Böhse, 31 aus Berlin. Ich habe BWL an der Euro-FH studiert und bin seit mehr als 2 Jahren als Redakteur im Bildungswesen aktiv. Für Sie scheibe ich die "Häufigen Fragen" auf fernstudieren.de

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