Schritt 3: Richtig Zitieren - Wissenschaftliche Arbeit erstellen

Zitiert wird immer dann, wenn der Autor einer Arbeit eine Quelle genutzt hat. Als zitierfähige Quellen gelten dabei veröffentlichte Texte sowie die Inhalte von Archiven. Bedingung für die Zitierfähigkeit ist jedenfalls die langfristig gesicherte Überprüfbarkeit der Quelle, weswegen Internetseiten als Quellen aufgrund ihrer Veränderlichkeit zu hinterfragen sind.

In der Praxis ergeben sich Unterschiede zwischen Zitierung und Literaturverzeichnis: Im Literaturverzeichnis ist ausreichend Platz für ausführliche Angaben, während Zitierungen an Ort und Stelle im Verlaufe des Textes oftmals abgekürzt werden.

a) Zitierregeln

Auch wenn keine allgemeingültige Form existiert, an der sich Literaturangaben und Zitate zu orientieren haben, gibt es doch gewisse Standards, die in sämtlichen Versionen festgelegter Zitierregeln aufscheinen.

An erster Stelle steht stets der Autor, danach der Titel der Publikation. Mindestens folgen danach Ort und Jahr der Veröffentlichung. In welcher Form diese und weitere Angaben niedergeschrieben werden sollen, ist den jeweils gültigen Zitierregeln des Auftraggebers bzw. der universitären Einrichtung zu entnehmen.

Sind mehrere Autoren an einem Text beteiligt, sind diese auch im Literaturverzeichnis aufzuführen und zwar in der Reihenfolge, in der sie im Titel der Publikation aufscheinen (nicht alphabetisch). Beim Zitieren im Text kann nach Angabe des ersten Autorennamens das Kürzel „et al.“ (lat. et alii = und andere) gesetzt werden, um darauf hinzuweisen, dass noch weitere Autoren beteiligt sind. Die vollständige Autorenliste kann der Leser dem Literaturverzeichnis entnehmen.

Wenn ein Text nicht als eigenständige Publikation erschien, sondern Teil eines Sammelbandes ist oder als Artikel in einer Zeitschrift abgedruckt wurde, ist nach der Angabe von Autor und Titel des Textes die Art der Veröffentlichung zu nennen.

b) Unterschiedliche Zitierarten

wörtliches (direktes) bzw. sinngemäßes (indirektes) Zitieren

Wörtliches Zitieren liegt dann vor, wenn einzelne Sätze oder Textpassagen aus einem bereits veröffentlichten Text wortgetreu übernommen werden. Die betreffende Stelle ist als solche deutlich zu kennzeichnen – mindestens durch das Setzen von Anführungszeichen am Anfang und Ende, vor allem bei längeren Passagen durch Absetzen vom restlichen Text (größerer Einzug, anderer Zeilenabstand, verringerte Schriftgröße).

Beim sinngemäßen Zitieren wird nicht ein kompletter Text, sondern lediglich sein Inhalt übernommen. Der zitierte Autor ist Urheber einer Idee, der zitierende Autor nimmt diese Idee in den eigenen Text auf.
In beiden Fällen sind jedenfalls Angaben zur Quelle zu machen, da sonst ein Plagiat vorliegt. Als Plagiat bezeichnet man den Diebstahl geistigen Eigentums, um dieses als eigene Leistung auszugeben.

deutsches bzw. angelsächsisches Zitieren

Die Zitierweise deutscher Tradition unterbricht den Textfluss nicht. Dazu wird am Ende des Zitates eine hochgestellte Zahl eingefügt, die auf eine Fußnote am Ende der Seite verweist. Die Fußnote enthält dann wie gewohnt Autor, Titel, Erscheinungsort und -jahr sowie die Seitennummer. Erstreckt sich die zitierte Passage über zwei Seiten, folgt nach der Nummer der ersten Seite das Kürzel f (= folgende); bei mehr als zwei Seiten ff oder die Angabe der Seiten (z.B. 101-104).

Beim angelsächsischen oder amerikanischen Zitieren folgt die Angabe der Quelle direkt nach dem Zitat, jedoch in verkürzter Form, die lediglich den Nachnamen des Autors, das Erscheinungsjahr und die Seitennummer enthält (z.B. Bäcker 2001: 203.).

In beiden Fällen ist drauf zu achten, dass die Quellenangabe mit einem Punkt beendet wird.

c) Beispiele

Zur Veranschaulichung der Fülle an Möglichkeiten des Zitierens sollen einige Beispiele dienen.

Im ersten Beispiel nutzte der Verfasser eine Textstelle aus einem Aufsatz von Hans Huber, der im Jahr 2005 in einem von Max Muster herausgegebenen Sammelband erschienen ist. Die Textstelle erstreckt sich über die Seiten 97 und 98 und es soll auf deutsche Weise zitiert werden. Dazu wurde im Text, da es sich um das erste Zitat handelt, am Ende des Zitates eine hochgestellte 1 als Hinweis auf die Fußnote abgedruckt.

Nach dem Autor folgt ein Doppelpunkt, danach der Titel.

1. Hans Huber: Zitieren leicht gemacht, in: Zitiersammelband, hrsg. v. Max Muster, Wien 2005, S. 97f.

Eine andere Möglichkeit:

1. Hans Huber: Zitieren leicht gemacht. In: Max Muster (Hrsg.): Zitiersammelband, Wien 2005, S. 97f.

Im zweiten Beispiel erschien derselbe Aufsatz in einer Zeitschrift und es soll amerikanisch zitiert werden. Im Text steht daher direkt im Anschluss an das Zitat der kurze Hinweis (Huber 2005: 97f).
An der entsprechenden Stelle im Literaturverzeichnis findet sich die volle Angabe, wobei hier nur Kommata zwischen den einzelnen Teilen der Literaturangabe gesetzt werden. Die Angabe der Heftnummer der Zeitschrift folgt nach dem Titel der Zeitschrift in Klammern.

Huber, Hans, Zitieren leicht gemacht, in: Zitierzeitschrift (31), 2005, S. 97f.

Wie mehrfach erwähnt, hängt die Art und Weise, wie zitiert wird, davon ab, wo die Arbeit veröffentlicht werden soll. Universitäten und ihre Institute bieten die örtlich gültigen Zitierregeln oft zum Download an oder unterrichten ihre Studenten in speziellen Lehrveranstaltungen über den Hausbrauch.

AUTOR

Kevin Schroer

Hier schreibt für Sie Dipl. Kfm. Kevin Schroer - Seit meinem Studium an der Leuphana Universität Lüneburg, im Fachbereich Betriebswirtschaft, schreibe ich für SIe über Fernstudiengänge und Fernkurs aus den Bereichen für Sprachen & Schulabschlüsse.

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