Vollzeit-Fernstudium: Vorteile & Nachteile des Fernstudiums in Vollzeit

Ein Vollzeit-Fernstudium ähnelt in seiner Arbeitsbelastung für den Studenten einem Vollzeit-Präsenzstudium oder einem Vollzeitjob. Im Gegensatz zu einem Präsenzstudium entfallen bei einem Fernstudium aber größtenteils die oftmals zeitaufwendigen Präsenzveranstaltungen wie Vorlesungen, Praktika und Seminare. Stattdessen studiert man mithilfe von Lernmaterialien, die von der Universität zur Verfügung gestellt werden. Den Studienort kann man sich somit selbst aussuchen.

Vorteile des Vollzeit-Fernstudiums auf einen Blick

  • keine Zulassungsbeschränkungen (= kein Numerus clausus)
  • Zeitlich flexibel lernen
  • sehr wenige Präsenzveranstaltungen
  • Studieren auf Deutsch auch im Ausland möglich
  • BAföG-Anspruch besteht
  • gleiche Vorteile durch den Studierendenstatus wie Präsenzstudierende
  • gute Studienbedingungen für Menschen mit Behinderungen

Studieren ohne Zulassungsbeschränkung

Aktuell haben schon ungefähr 50% aller Studiengänge an deutschen Hochschulen eine Zulassungsbeschränkung. Betrachtet man ausschließlich die Bachelorstudiengänge, so ist diese Quote sogar höher (Quelle: Spiegel Online, 9. April 2014). Ein großer Vorteil eines Fernstudiums in Vollzeit ist deswegen, dass es keine Zulassungsbeschränkung durch einen Numerus clausus gibt. Damit wird ein Vollzeit-Fernstudium für diejenigen attraktiv, die eine weniger gute oder zumindest „nur“ eine durchschnittliche Abiturnote vorweisen können. Insbesondere dann, wenn man auf einen beliebten Wohnort festgelegt ist, kann es nahezu unmöglich sein, an der ortsansässigen Universität einen Studienplatz zu erhalten. In solchen Fällen bietet es sich an, ein Fernstudium aufzunehmen, beispielsweise an der FernUniversität Hagen.

Flexibel in Hinblick auf Ort und Zeit

Nicht nur ermöglicht ein Fernstudium es, in der Lieblingsuniversitätsstadt zu studieren, wenn man am Numerus Clausus scheitert, sondern es ermöglicht den Studienort weltweit frei zu wählen. So können Menschen im Ausland zu vergleichsweise günstigen Preisen studieren, solange sie die deutsche Sprache beherrschen. Klausuren die im Rahmen eines Studiums an der FernUniversität Hagen geschrieben werden müssen, können im Ausland an kooperierenden Goethe-Instituten oder in Zusammenarbeit mit der deutschen Botschaft geschrieben werden. Dadurch wird ein Vollzeit-Fernstudium besonders für deutsche Auswanderer und deren Kinder attraktiv: Im Vergleich zum Studium beispielsweise an einer amerikanischen Präsenzuniversität ist solch ein Vollzeit-Fernstudium ein Schnäppchen. Dies ist selbst dann der Fall, wenn der Student hin und wieder zu wichtigen Veranstaltungen nach Deutschland reist.

Ebenso wie das Teilzeit-Fernstudium ermöglicht auch das Vollzeit-Fernstudium eine große Flexibilität hinsichtlich der Lernzeiten, wenn auch in etwas geringerem Maße. Durch den Wegfall von Pflichtpräsenzveranstaltungen kann der Student selbst entscheiden, wann er lernt. Dadurch lässt sich das Vollzeit-Fernstudium sehr gut mit einem Nebenjob oder anderen Verpflichtungen kombinieren.

Nachteile des Vollzeit-Fernstudiums auf einen Blick

  • kaum Kontakt zu Mitstudierenden
  • alleine kann es an Motivation fehlen
  • weniger direkte Betreuung als an einer Präsenzuniversität

Lernen: allein Zuhause

Ein Fernstudent lernt im Regelfall hauptsächlich alleine bei sich Zuhause. Dadurch fehlen die regelmäßigen Kontakte zu den Kommilitonen, die sich sonst täglich beim gemeinsamen Vorlesungshören, dem mittäglichen Mensabesuch, in Seminaren und während gemeinsamer Praktika und Übungen ergeben. Ebenso wird ein Fernstudent nicht am sogenannten Studentenleben mit Kneipenbesuchen, Feiern und Partys teilnehmen können.

Die fehlenden regelmäßigen Veranstaltungen können sich leicht negativ auf die Motivation der Studierenden auswirken. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Fernstudenten ihr Studium abbrechen.

Vor- und Nachteil zugleich: keine Vorlesungen

Viele Präsenzstudenten empfinden den täglichen Besuch von Vorlesungen nervig, langweilig und unnötig. Andere Studenten profitieren hingegen sehr von den während der Vorlesung vermittelten Inhalten. Ob einem eine Vorlesung eher nutzt oder eher überflüssige Zeitverschwendung darstellt, hängt sehr davon ab, wie man am effektivsten lernt. Wer am besten aus Büchern und Skripten lernt und aus Vorträgen wenig mitnimmt, kann vermutlich leicht auf Vorlesungen verzichten. Wer sich allerdings sehr gut Dinge merken kann, die ihm vorgetragen wurden und nur schwer aus Büchern lernt, bei dem werden sich die fehlenden Präsenzveranstaltungen eines Fernstudiums wahrscheinlich nachteilig auf das Studium auswirken.

AUTOR

Kevin Schroer

Hier schreibt für Sie Dipl. Kfm. Kevin Schroer - Seit meinem Studium an der Leuphana Universität Lüneburg, im Fachbereich Betriebswirtschaft, schreibe ich für SIe über Fernstudiengänge und Fernkurs aus den Bereichen für Sprachen & Schulabschlüsse.

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