Der Umgang mit Misserfolgen im Studium

Misserfolg ist die Chance, es beim nächsten Mal besser zu machen. Hindernisse sind diese furchterregenden Sachen, die du dann siehst, wenn du dein Ziel aus den Augen verlierst.“ (Henry Ford I)

Es wird vorkommen, dass Sie denken, alles richtig gemacht zu haben, und dennoch mit dem Ergebnis einer Klausur nicht zufrieden sind. Es wird womöglich auch vorkommen, dass die Zeit vor einer Prüfung ganz schön eng wird und sie ins Straucheln geraten. Vielleicht sogar wird es eine lang anhaltende Durststrecke geben, in der der Erfolg völlig ausbleibt und sie sich ernsthaft damit auseinandersetzen, das Studium frühzeitig zu beenden.

In all diesen und ähnlichen Fällen gibt es einen Notfallplan, den sie unbedingt zur Hand nehmen und durchgehen müssen, bevor sie die Flinte ins Korn werfen!

Der Notfallplan besteht aus zwei Schritten und sieht wie folgt aus:

  • Holen sie sich einen extra Schub Motivation. Dann, wenn sie am ehesten aufgeben wollen, geben sie nicht auf. Dann, wenn sie frustriert sind ob der ausbleibenden Erfolge, geben sie nicht auf. Die meisten geben an eben diesen Punkten im Rennen um einen Abschluss auf. Sie werden das nicht tun! Gemäß dem Motto „Wo andere aufgeben, fange ich erst an“, machen sie sich genau dann, wenn es am schwersten ist, mit ihrer Motivation vertraut (siehe Kapitel – „Mentale Voraussetzungen„). Schöpfen sie neue Energie, um noch den zweiten Schritt des Notfallplanes durchzuführen – das sind sie sich schuldig.
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  • Schritt zwei des Notfallplanes lautet: Analysieren und reagieren. Oder einfacher: Finden sie den Fehler und ändern sie die Strategie. Sie haben doch nicht etwa vergessen, dass sie der Projektleiter sind?! Als sie ganz am Anfang standen ihr (fiktives) Unternehmen aufzuziehen, waren sie doch nicht ernsthaft so naiv zu glauben, dass ihr gut durchdachtes und eifrig erarbeitetes Unternehmens-Portfolio automatisch auch den gewünschten Erfolg verspricht?! Im Laufe der Zeit treten Veränderungen ein, die sie zu Beginn noch gar nicht berücksichtigen konnten, weil sie sie noch nicht kannten – schließlich können sie nicht hellsehen. Aber sie haben sich bereits zu Beginn ihres Projekts für eventuelle Schwierigkeiten gewappnet (siehe Kapitel – „Selbsteinschätzung“ sowie „Der Projektplan„). Die Umstände haben sich seit Beginn des Projektes geändert und nun geht es darum, auf sie zu reagieren.

An dieser Stelle gilt es ihre Arbeitsweise/Lernweise zu reflektieren:

  • Wie sind sie bisher an die Lernthemen herangegangen?
  • Haben sie die in diesem Artikel vorgeschlagenen Tipps umgesetzt?
  • Was hat sich geändert:
    • ihre intrinsische oder
    • extrinsische Motivation,
    • die Lernumgebung,
    • der äußere Druck,
    • lassen sie sich eventuell häufiger ablenken?
  • haben sie zu viel ihrer knappen Ressource „Zeit“ für die falschen Lernmethoden aufgebracht?
  • nicht die idealen Materialien verwendet
  • zu einseitig Lernkanäle angesprochen?

Analysieren sie sich ehrlich und kritisch, so wie sie einen Mitarbeiter ihres Unternehmens analysieren würden. Sagen sie ihm (also sich), was nicht so gut läuft, wo die Schwachpunkte liegen. Wenn sie die Fehlerquelle(n) aufgespürt haben, haben sie bereits den größten und schwierigsten Teil des Notfallplanes hinter sich gebracht. Selbst wenn sie eben noch so unzufrieden und unmotiviert waren, jetzt, nachdem sie wissen, woran es lag, fühlen sie sich gleich viel besser. Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit an diesem Punkt eine ganz neue Motivation spüren, die von innen kommt.

An diesem Punkt tritt fast immer der „jetzt erst recht“ – Gedanke auf den Plan. Denn jetzt, wissen sie woran es lag und sind in der Lage, hierauf zu reagieren, ihren Projektplan anzupassen, zu justieren, auf Veränderungen zu reagieren, Änderungen vorzunehmen. Jetzt sind sie wieder am Ruder und bestimmen, wohin es geht, wie die Route aussieht. Der Erfolg liegt wieder in ihrer Hand. Für eine kurze Zeit haben sie das Ruder aus der Hand gegeben, sie dachten, sie seien nicht gut genug, das Studium zu schwierig, die Erwartungen an sie zu hoch.

Halten sie sich vor Augen:

Es sind niemals die Umstände, die uns zu schaffen machen, sondern stets die Art und Weise, wie wir sie betrachten.

Geben sie also nicht den Umständen die Schuld. Ändern sie die Strategie. Das ist eine der Hauptverantwortungen eines Projektleiters. Also stellen sie sich wieder vors Ruder, seien sie aktiv und selbstbestimmt (siehe Kapitel – Seien sie ihr eigener Projektleiter) und nehmen sie ihr Ziel erneut ins Visier.

TIPP: Geben sie niemals auf! Stattdessen gehen sie auf Fehlersuche. Analysieren sie sich, ihre Einstellung zu ihrem Projekt und die Umstände. Gegebenenfalls müssen sie nur Kleinigkeiten ändern, um wieder auf die Erfolgsspur zu gelangen.

AUTOR

Kevin Schroer

Hier schreibt für Sie Dipl. Kfm. Kevin Schroer - Seit meinem Studium an der Leuphana Universität Lüneburg, im Fachbereich Betriebswirtschaft, schreibe ich für SIe über Fernstudiengänge und Fernkurs aus den Bereichen für Sprachen & Schulabschlüsse.

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